Über 200 Jahre Rees
Eine Geschichte aus Ludwigsburg

Seit 1811 ist der Name Rees eng mit der Geschichte Ludwigsburgs verbunden.
Was als kleines Handwerksgeschäft begann, entwickelte sich über mehr als zwei Jahrhunderte zu einem Unternehmen mit überregionalem Ruf – geprägt von Unternehmergeist, Anpassungsfähigkeit und familiärer Kontinuität.
Die Anfänge: 1811–1849
Im Jahr 1811 gründete Ludwig Schäffler in der Kirchgasse eine Nadlerwerkstatt. Schon früh zeigte sich der unternehmerische Weitblick der Familie: Das Geschäft wuchs stetig, obwohl Ludwigsburg damals lediglich rund 10.000 Einwohner zählte. Nach dem frühen Tod Schäfflers führte seine Witwe den Betrieb erfolgreich weiter.
Der Name Rees entsteht
1849 trat Christian Albrecht Rees, Neffe von Ludwig Schäffler, in das Unternehmen ein. Er erlernte das Nadlerhandwerk, übernahm das Geschäft und kaufte das Haus. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Betrieb hervorragend.
1864 folgte der Erwerb weiterer Immobilien, 1880 übergab er das Unternehmen an seinen Sohn Albrecht Rees und dessen Schwiegersohn.
Königlicher Hoflieferant & Wachstum
Das Sortiment wurde kontinuierlich erweitert – von Nadeln über Spielwaren bis hin zu Zeichenartikeln und Werkzeugen.
1894 erhielt Albrecht Rees den Titel eines „Königlichen Hoflieferanten“ des Königshauses Württemberg – ein Zeichen höchster Anerkennung.
1906 übernahmen Sohn Albert und Tochter Helene das Geschäft. Bereits vier Jahre später führte Albert den Betrieb allein weiter und wurde 1912 mit nur 21 Jahren jüngster königlicher Hoflieferant Württembergs.
Herausforderungen und Neuanfang
Nach dem Ersten Weltkrieg wuchs das Sortiment weiter, unter anderem um Geschenkartikel, Kinderwagen und Kindermöbel.
Der Zweite Weltkrieg brachte schwere Einschnitte: 1944 wurde das Gebäude durch einen Bombentreffer beschädigt – eine Katastrophe, die glücklicherweise ohne Opfer blieb.
In den Nachkriegsjahren erschwerten Warenknappheit, Beschlagnahmungen und Handelsbeschränkungen den Betrieb erheblich. Albert Rees und sein Schwiegersohn Ludwig Kainz gingen auf Geschäftsreise: zu Fuß, zu Pferd, per Rad und mit dem Auto. Die Warennachfrage war groß – man brauchte Ware um jeden Preis. 1947 trifft ein Beschlagnahmebefehl der amerikanischen Militärregierung die Firma hart. Zeitweise diente das Geschäft als Bier- und Coca-Cola-Lager sowie als Schuh- und Kleiderannahmestelle.
Wiederaufbau und Moderne
Ab 1949 begann der Wiederaufbau. Die Spielwarenindustrie nahm wieder Fahrt auf, die Schaufenster füllten sich. Nach dem Tod von Albert Rees führt die Tochter Lore Kainz geb. Rees das Geschäft mit ihrem Ehemann Ludwig Kainz weiter.
1964 feierte das Unternehmen sein 150-jähriges Bestehen, 1969 folgte ein neues Lager.
Ein großer Umbau 1984/85 modernisierte die Geschäftsräume grundlegend. 1992 übernahm Wolf-Albrecht Kainz das Unternehmen von seinen Eltern Ludwig und Lore Kainz. Seine Frau Adelheid Kainz, ebenfalls im Unternehmen tätig, entwickelt das Unternehmen mit ihm bis hin zur Neuausrichtung.
Wandel zum Immobilienunternehmen
2005 erfolgte die strategische Neuausrichtung: Der Wechsel zur ausschließlich gewerblichen Vermietung.
2021 übernahm der Sohn Gunter Kainz die alleinige Geschäftsführung und entwickelte das Objekt weiter – unter anderem mit erfolgreichen Gastronomiekonzepten.
Blick in die Zukunft
2026 steht ein umfassender Umbau und eine Sanierung an, um die Rees Immobilie in neuem Glanz erstrahlen zu lassen und zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.
Im selben Jahr gründen Jenny (Inhaberin) und Gunter Kainz offiziell Rees Immobilien und spezialisieren sich auf den Verkauf und die Entwicklung von Immobilien und Grundstücken. Rees steht damit seit über 200 Jahren für Beständigkeit, Wandel und unternehmerische Verantwortung – gestern, heute und morgen.
Gerne für Sie da
